#chemie2019

Wir werden laut!

Leuna. Mehr als 100 Teilnehmer sind der Einladung der IG BCE Halle-Magdeburg ins Kulturhaus Leuna gefolgt, um für die Forderung der IG BCE in der Chemietarifrunde einzustehen. Nach der Begrüßung durch die Sylke Teichfuß, Bezirksleiterin IG BCE Halle-Magdeburg, geht Oliver Heinrich als Landesbezirksleiter Nordost und Verhandlungsführer in seiner Rede auch auf die ersten Reaktionen des Arbeitgeberverbandes zur Forderungsaufstellung der IG BCE ein.

Danny Mertens

Tarifaktion Leuna

„Das Gejammer der Arbeitgeber kann ich nicht mehr hören – die Chemische Industrie legt seit Jahren eine stabile Bilanz vor und das nur durch gute Facharbeiter in den Betrieben!“ führt Oliver Heinrich aus. Besonders die Forderung nach einem zusätzlichen Pflegeversicherungsangebot ist den Arbeitgeber aufgestoßen. Aber auch das zusätzliche Zukunftskonto für jeden Tarifmitarbeiter stößt bei den Arbeitgebern auf Unverständnis.  Stattdessen weist der Arbeitgeberverband auf die schwierige wirtschaftliche Lage der chemischen Industrie hin. „Wir sind gern bereit unser Butterbrot zu teilen, wenn es mal schlecht laufen sollte – doch wir wollen auch ein Stück vom großen Kuchen haben, wenn es gut läuft und das Jahr 2018 lief für die chemische Industrie sehr gut!“ schließt Oliver Heinrich seine Rede.

  • Roadshow Chemie
    Foto: 

    LxPRESS Bildgestaltung Tilo Weiskopf

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Auch Dieter Macke, Betriebsratsvorsitzender der DOW in Schkopau, sowie Alexander Busch, Betriebsratsvorsitzender der Domo Capro Leuna machen deutlich: „Zielgerichtet muss eine deutliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen erreicht werden“. Dafür ist nicht nur das geforderte Zukunftskonto ein wichtiger Meilenstein, sondern auch die tarifliche Pflegeversicherung.

Die Forderung sieht im Einzelnen vor:

  • Die Schaffung eines persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1.000 Euro, über das jeder Beschäftigte individuell verfügen kann: ob zur Umwandlung in zusätzliche freie Tage oder zum Ansparen auf einem Langzeitkonto – etwa, um in bestimmten Lebensphasen eine längere Auszeit nehmen zu können. Denkbar ist auch die Nutzung zur Altersvorsorge oder die direkte Auszahlung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten. 
  • Eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen. 
  • Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung. Sie wird durch die Arbeitgeber finanziert und schließt bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge. 
  • Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels

Die Tarifrunde in Nordost beginnt am 15.10.2019 in Potsdam.

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