• 30.03.2017
  • Medieninformation XXI/9
Gutes Signal für die Beschäftigten und die Region

IG BCE begrüßt „Lausitzer Revierkonzept“

Die IG BCE sieht das am Donnerstag von der LEAG vorgelegte „Lausitzer Revierkonzept“ als einen wichtigen Schritt, die Braunkohleförderung und -verstromung in der Region zukunftsfähig zu machen. „Die Beschäftigten in der Lausitz können aufatmen“, sagte Petra Reinbold-Knape, geschäftsführendes IG-BCE-Vorstandsmitglied und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bei LEAG Bergbau. „In der Region wird es keinen strukturpolitischen Blackout geben. Darauf können sich die Menschen verlassen.“ Nach Jahren der Unsicherheit gebe es nun Klarheit über die langfristigen Perspektiven des Reviers.

Stefan Hoch

Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE
30.03.2017
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Gleichzeitig begrüßte sie, dass das Unternehmen an die Zukunft der Braunkohle glaubt und in die strategische Weiterentwicklung des Standorts investiert. Deutschland brauche die Braunkohle noch für lange Zeit als Eckpfeiler einer bezahlbaren und sicheren Energieversorgung – vor allem, wenn 2022 die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen. Die Entscheidung, bereits genehmigte Optionen zur Fortführung der Tagebaue zunächst nicht in vollem Umfang zu nutzen, sei angesichts der durch die Energiewende verursachten Fehlentwicklungen und Unsicherheiten in der Branche nachvollziehbar, so Reinbold-Knape.

Allerdings erwarte die IG BCE, dass die LEAG spätestens 2020 auch über die Fortführung des Tagebaus Welzow Süd II entscheidet, denn dies hat Auswirkungen auf die Lebensplanung vieler Menschen in der Lausitz. Reinbold-Knape erneuerte in dem Zusammenhang die Forderung der IG BCE an die Bundesregierung, ein schlüssiges Konzept zur Neuausrichtung der Energiewende vorzulegen, in dem die Braunkohle als hocheffiziente und subventionsfreie Brückentechnologie ein integraler Bestandteil sein müsse. „Die Reviere brauchen sichere und verlässliche Rahmenbedingungen“, so das IG-BCE-Vorstandsmitglied.

Mit dem LEAG-Revierkonzept ende nicht nur der jahrelange Investitionsstopp der Vattenfall-Ära, auf dessen Grundlage lasse sich nun auch die Beschäftigungsentwicklung langfristig und nachhaltig planen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der LEAG bis 2020 ausgeschlossen. „Auf diesen tarifvertraglichen Grundpfeiler müssen die Beschäftigten auch darüber hinaus bauen können“, forderte Reinbold-Knape. Gemeinsam würden die IG BCE und ihre Betriebsräte nicht aufhören, für eine Beschäftigungssicherung zu streiten. „Unser Grundsatz bleibt: Niemand darf ins Bergfreie fallen.“ Im Lausitzer Braunkohlerevier sind derzeit mehr als 8000 Menschen beschäftigt.

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